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EWE NETZ organisiert in Minstedt Großübung mit Erdgasbrand
 
Oldenburg, 15. Oktober 2018. Der Stoppelacker in Minstedt wurde am Wochenende zur Unglücksstelle: 400 Feuerwehrleute aus den Gemeinden Geestequelle, Gnarrenburg, der Samtgemeinde Selsingen und aus dem Stadtgebiet Bremervörde rückten am Freitagnachmittag mit ihren Fahrzeugen an, um bis Sonntag unter realen Bedingungen Erdgasbrände zu löschen. “Viele Arten von Bränden gehören für die Feuerwehren zum Alltagsgeschäft. Sie kennen deren Brandverlauf, ihr Gefahrenpotential und können die Wirksamkeit ihrer Löschmethoden einschätzen. Industriebrände und Gasbrände gehören zu den problematischen Arten”, erklärt Hans-Jürgen Behnken, Leiter des Brandschutzabschnitts Bremervörde. Wegen der hohen Sicherheitsstandards seien diese sehr selten, deshalb fehlten oft die Erfahrungen für die richtige Lageeinschätzung.
 
EWE NETZ, der regionale Netzbetreiber in der Region, simulierte einen Flächenbrand, der durch austretendes Erdgas in einem Kiesbett verursacht wurde. Bei einem zweiten Übungszenario war eine bei Bauarbeiten beschädigte brennende Erdgasleitung zu löschen. Die Feuerwehr Oerel sorgte dafür, dass ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand. In verschiedenen Durchgängen konnten jeweils 100 Feuerwehrleute während mehrerer dreistündiger Übungssequenzen ihr theoretisches Wissen praktisch anwenden und in einer gesicherten Umgebung die wirksame Brandbekämpfung mit verschiedenen Löschmitteln üben. “Die Feuerwehrleute müssen aber auch die Grenzen der Bekämpfung eines solchen Brandes erkennen: Ist ein Löscheinsatz erfolgsversprechend oder ist es sinnvoller, das Erdgas kontrolliert abbrennen zu lassen und die Ausbreitung, also das Übergreifen des Feuers auf andere Objekte, zu verhindern“, so Behnken.
 
„Es ist unverzichtbar, die Zusammenarbeit mit unseren örtlichen Feuerwehren zu trainieren, um im Störungsfall die Betriebsmittel von EWE NETZ ordnungsgemäß zu löschen und zu sichern“, erklärt Michael Roelofs, Leiter der Netzregion Bremervörde/Seevetal von EWE NETZ. Entstanden war die Idee für die Übung im Zuge der regelmäßigen Schulungen, die EWE NETZ für die Feuerwehren anbietet. Darin informiert der regionale Netzbetreiber, wie im Falle von Störungen, Verkehrsunfällen oder Explosionen zu handeln ist, bei denen Erdgas austritt. Für die Organisation arbeiteten Ricardo Döscher vom Ordnungsamt Bremervörde, Hans-Jürgen Behnken, Leiter des Brandschutzabschnittes Bremervörde, Stadtbrandmeister Bremervörde Nils Schwarz, Michael Groth, Torben Offermann und Stefan Kück, EWE NETZ, eng zusammen.
Stadtbrandmeister Nils Schwarz dankte der Ortsfeuerwehr Minstedt für die gute Organisation sowie Landwirt Jörg Wempen, der das Gelände zur Verfügung gestellt hat.

Quelle: Bremervörder Zeitung - Frank Bartmann

Feierstunde im RathausSelsingen (dm). Am Donnerstag den 27. September 2018 gab es im Rathaus der Samtgemeinde Selsingen eine kleine Feierstunde. Grund hierfür war die Ernennung in das bzw. Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis. Der allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Michael Hannebacher übernahm im Beisein des Gemeindebrandmeisters Marko Hastedt und seinen Vertretern Rainer Schnackenberg und Ronald Krause diesen Akt. Zuerst wurde der stellvertretende Ortsbrandmeister Christian Bockelmann aus Sandbostel aus seinem Amt entlassen. Neben einem dankbaren Händedruck erhielt er auch ein kleines Präsent für seine jahrelange Tätigkeit. Bockelmann hatte seit 1997 dieses Amt inne. Sven Hendrich aus Anderlingen wurde zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister ernannt. Nachdem er den dafür erforderlichen Eid abgelegt hat, erhielt er seine Urkunde und man wünschte ihm gutes Gelingen bei der Ausführung seiner Funktion. Der 2. stellvertretende Samtgemeindebürgermeister wünschte dieses ebenso und monierte das es in der heutigen zeit schwieriger werde Leute zu finden die diese Aufgaben übernehmen. Dennoch sei man zuversichtlich.

Trupmann1Selsingen (dm). Im September konnten sich die Feuerwehren der Samtgemeinde Selsingen über Nachwuchs freuen. 26 Kameradinnen und Kameraden verstärken die Ortswehren um im Einsatzfall kompetente Hilfe für die Mitbürger zu leisten. Innerhalb von vier Wochen wurden sie in Theorie und Praxis ausgebildet. Auf dem Dienstplan standen Themen wie unter anderem Löschangriff nach Feuerwehr-Dienstvorschrift, Steck-/Schiebleiter, Technische Hilfeleistung, Rechtsgrundlagen, Gefahren der Einsatzstelle, persönliche Schutzausrüstung und vielem mehr. Am letzten Samstag stand die Prüfung in Theorie und Praxis an die alle erfolgreich abschlossen. Der stellvertretende Kreisausbildungsleiter Hans-Dieter von Elling, Gemeindeausbildungsleiter Kai Martens und Gemeindebrandmeister sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. ,,Bleibt bitte weiter bei der Feuerwehr und unterstützt unsere wichtige Arbeit´´ , so ihre abschließende Botschaft.

SAM 5184SAM 5215SAM 5219SAM 5224SAM 5226Am Samstag den 02. Juni 2018 richtete die Freiwillige Feuerwehr Seedorf das Samtgemeindefeuerwehrfest der Samtgemeinde Selsingen im Rahmen ihres 70-jährigen Bestehen aus. Stattgefunden hat es auf der Fläche hinter der Schützenhalle. Zum ersten Mal wurden die Wettkämpfe nach den neuen Richtlinien absolviert. Die Wettkämpfe bestehen aus drei Modulen die sich aus einem Löschangriff, dem Kuppeln einer Saugleitung und einer Fahrübung für den Maschinisten. In dem Löschangriff wird der fiktive Brand eines Müllcontainers simuliert. Die Löschstaffel bzw. -gruppe erreicht den Einsatzort und baut einen Löschangriff nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3 auf. Während der Löscharbeiten wird an dem B-schlauch zwischen Pumpe und Verteiler ein Schlauchplatzer simuliert. Es gilt diesen schleunigst zu wechseln damit die Arbeiten weiter gehen. Nach einer bestimmten Menge Wasser im Container ist die Übung absolviert. Bei dem Kuppeln muss eine Saugleitung zur Wasserentnahme aus einem z.B. offenem Gewässer zusammengekuppelt und an der Pumpe befestigt werden. Die Zeitnahme erfolgt durch die eigene Mannschaft durch Betätigung eines Buzzers. Der Maschinist muss bei der Fahrübung sein Können in einem Parcours unter Beweis stellen. Zuerst überfährt er fünf nacheinander versetzt liegende Schlauchbrücken und schwenkt dann in eine Pylonengasse die nur 10 Zentimeter pro Seite breiter ist als das Fahrzeug und durchfährt dies möglichst ohne Berührung. Nach einem Stopp durchquert er rückwärts die Gasse und muss anschließend um 90 Grad nach links schwenken und in einem bestimmten Abstand vor einer Wand stehen bleiben. Unterstützt wird er durch einen Einweiser. In der gesamten Fahrübung darf das Fahrzeug, außer nach der Pylonengasse, gestoppt werden. Alle Module sind möglichst fehlerfrei und in einem bestimmten Rahmen zu absolvieren.
Da die Samtgemeinde Selsingen die erste Kommune im Landkreis Rotenburg (Wümme) ist, die diese Wettkämpfe durchführt konnte man auch Kameradinnen und Kameraden aus anderen Städten und Gemeinden auf dem Festplatz begrüßen.
Die Ortswehr Ostereistedt sicherte sich mit 99,82 Prozent den Sieg. Gefolgt mit jeweils 0,03 Prozent Rückstand von den Wehren aus Fehrenbruch und Selsingen. Bei den Jugendfeuerwehren, sie richten ihre Wettbewerbe nach Bundesbestimmungen aus, setzte sich die Jugendfeuerwehr ROR Rhade durch, gefolgt von den Nachwuchsbrandschützern der Jugendwehren Selsingen und Ostetal. Gemeindebrandmeister Marko Hastedt stimmte sich zufrieden mit der Premiere der neuen Wettkämpfe.
Am Abend folgten noch die Wettkämpfe nach Heimberg-Fuchs. Hierbei ging der erste Platz an die Ortsfeuerwehr Kalbe, gefolgt von den gruppen aus Brauel und Sassenholz. Anschließend wurde der Feuerwehrball in der Schützenhalle gefeiert.